Zirkonia

Zirkonia ist das künstlich hergestellte Pendant zu dem natürlich vorkommenden Edelstein Zirkon und ist seit den 1970er Jahren im Handel erhältlich. Chemisch betrachtet handelt es sich hierbei um synthetisierte Einkristalle aus Zirconiumdioxid, auch als "Cubic Zirkonia" bekannt, die erstmals 1937 von den zwei deutschen Mineralogen Mark Freiherr von Stackelberg und Karl Chudoba entdeckt wurden. Anfang der 1970er Jahre erkannte man im Moskauer Lebedew-Institut den ungeheuerlichen Wert dieses Materials für die Schmuckindutrie und fing daraufhin an, Zirkonia industriell herzustellen.

Aufgrund seiner überragenden Brillanz, die verblüffende Ähnlichkeit mit der des Diamanten aufweist, und seiner sehr hohen Dispersion, die sogar die des Diamanten noch übertrifft, ist Zirkonia in kürzester Zeit zu einer der besten und beliebsten Diamantnachahmungen überhaupt avanciert. Hinzukommt die Tatsche, dass Zirkonia in allen erdenklichen Farbnuancen und dazu noch zu recht erschwinglichen Preisen erhältlich ist.

Ein erheblicher Nachteil besteht jedoch darin, dass Zirkonia im Vergleich zum Diamant ein relativ geringe Härte aufweist, sodass mit der Zeit im Gebrauch Oberflächenkratzer und Kantenverletzungen am Stein nicht zu vermeiden sind. Somit ist Zirkonia im Grunde ein optisch sehr guter Ersatz für echte Diamanten, kann jedoch an deren unvergängliche Schönheit und Eleganz nicht heranreichen.

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