Diadem

Das Diadem hat seine Anfänge in der frühen Antike und diente ursprünglich als schmale Stirnbinde zum Zusammenhalten der Haare. Die Bezeichnung leitet sich vom griechischen diadema ab, was wortwörtlich übersetzt "Umgebundenes" bedeutet.

Aus den ersten textilen Stirnbinden entwickelte sich mit der Zeit der nach einem Sieg getragene Lorbeerkranz. Von diesem Siegescharakter ausgehend wurde die Stirnbinde in der hellenistischen Zeit zu eines der wichtigsten Insignien der herrschaftlichen Würde und Macht. Später wurden die Lorbeerkränze aus Metall gefertigt und waren somit die direkten Vorläufer des uns heute bekannten Diadems. Zum Ende der römischen Antike hin wurde dann im 6. Jahrhundert unter Kaiser Justinian der Grundstein zur Entwicklung der Krone gelegt, indem das Diadem mit Kopfbügeln versehen wurde. Zudem wurden die Diademe auch immer öfter aus Edelmetallen gefertigt und mit edlen Steinen besetzt, um so die uneingeschränkte Macht eines Herrschers zu demonstrieren.
Die ursprügliche Gestaltung aus Stoff und Bändern hat sich nur noch bei geistlichen Würdenträgern erhalten. Sie tragen auch heute noch eine Mitra oder Tiara.

In der Zeit der Monarchien erlebte dann das Diadem als schmückende Halbkrone für Damen seine absolute Glanzzeit.
Im 19. Jahrhundert erfuhr das Diadem einen Wandel: Es war nun nicht mehr nur den Adligen vorbehalten, sondern konnte auch von Frauen aus dem Bürgetum bei feierlichen Anlässen getragen werden und erfuhr weithin große Beliebtheit. Mehr und mehr wurde es zum modischen Must-Have, nicht zuletzt durch die mit auf den Zug aufspringende Filmindustrie

In der heutigen Zeit hat das Diadem im Allgemeinen an Bedeutung verloren. Es wird aber dennoch gern in dezenten Ausführungen von Bräuten zur Hochzeit getragen, da ihm immernoch ein Hauch von Glamour und Eleganz anhaften.

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