Malachit

Edelstein: Malachit
Edelsteingruppe: -
Farbe: Blassgrün - dunkelgrün
Mohshärte: 3,5 - 4
Dichte [g/cm3]: 3,6 - 4,05
Transparenz: Durchscheinend bis undurchsichtig

Der Bezeichnung Malachit leitet sich vom altgriechischen malache ab, welches übersetzt "Malve" bedeutet. Sie nimmt damit Bezug auf die blassgrüne bis dunkelgrüne Farbe des Minerals, die an das kräftige Grün der Blätter der Malve erinnern soll. Gemmologisch betrachtet ist Malachit ein häufig vorkommendes Mineral, das in der Natur meist massige bis traubenförmige, gebänderte Aggregate ausbildet. Einzelne, nadelige Kristalle oder auch größere einfarbige Stücke sind dabei eher sehr selten.

Charakteristisch für Malachit ist seine ausschließlich grüne Färbung, die in gebänderten Lagen zwischen hellgrün und dunkelgrün variiert. Farbgebende Substanz ist dabei Kupfer. Hierbei ist zu beachten, dass zu intensive Sonneneintrahlung diese erblassen lässt und auch Wasser eine Farbveränderung verursachen kann. Aus diesem Grund sollten Malachite nicht zusätzlich großer Sonneneinstrahlung, Hitze und auch Nässe ausgesetzt werden. Als Besonderheit zeigt Malachit im Allgemeinen einen sehr starken Pleochroismus, der sich je nach Lichteinfall in einer Farbänderung von fast farblos über gelbgrün bis tiefgrün äußert.

Malachit war bereits dem römischen Geschichsschreiber und Naturforscher Plinius dem Älteren (ca. 23-79 n.Chr.) bekannt und erfreute sich sowohl im Alten Ägypten als auch in der griechischen sowie römischen Antike großer Beliebtheit. So schnitzten beispielsweise die alten Ägypter aus Malachit eine Vielzahl an Kunstobjekten wie Amulette und Skarabäen und verarbeiteten ihn fein zermahlen zu ausdrucksstarkem Lidschatten. Sogar im Chinesischen Altertum war malachit ein sehr beliebtes Mineral. Darüber hinaus war Malachit bis ins Mittelalter hinein zum Löten von Goldschmiedearbeiten weit verbreitet. Aus dem zu Staub zermahlenen Mineral wurde eine lötfähige Kuperlegierung hergestellt, mit der sich feine Drähte und Goldkügelchen auflöten ließen. Die Etrusker waren Meister in dieser Verfahrensweise, aber auch die Alten Ägypter waren damit schon vertraut. Neben der Verwendung als Schmuckstein wird Malachit auch heute noch zu Gegenständen des Kunstgewerbes verarbeitet. Es entstehen Schalen, Griffe, Slupturen und vieles mehr.

Die historisch bedeutendsten Lagerstätten für Malachit sind im Ural zu finden. Malachit-Blöcke von bis zu 20 Tonnen Gewicht wurden hier geborgen. Sie dienten größtenteils den russischen Zaren als Rohmaterial für die üppige Ausgestaltung ihrer Schlösser inform von prachtvollen Einlegearbeiten und ganzen Wandvertäfelungen und Säulen aus Malachit. Heutzutage ist neben Sambia Zaire der wichtigste Förderer von Malachit. Weitere Vorkommen sind in UAstralien, Cile, Namibia, Simbabwe und den USA zu finden. Vorsicht beim Umgang mit Malachit ist in dem Maße geboten, dass Malachit aufgrund seiner vergleichsweise geringen Härte dazu neigt, bei leichtem Druck und Stoß zu brechen.

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